23. November 2012_Leipzig. Zwölf Quadratmeter Fachwerktriennale. Von Alsfeld bis Wolfhagen, alle 23 Teilnehmerstädte auf einer Plakatwand, die auf dem Stand der Hessenagentur einen prominenten Platz in der Mitte der Messehalle hatte. Vertreten wurde die Fachwerktriennale von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V., die während der denkmal 2012 vom 22. bis 24. November am Freitag zu einem Bürgermeistertreffen der Triennale Städte eingeladen hatte.
Prof. Manfred Gerner begrüßte etwa 40 Gäste am Stand, darunter Baudezernenten und Bürgermeister der Teilnehmerstädte. Dr. Uwe Ferber hielt ein Impulsreferat über Fördermöglichkeiten zur Finanzierung der Maßnahmen in Fachwerkstädten, im Anschluss nutzten die Gäste die Möglichkeit, um mit Dr. h. c. Martin Biermann und Prof. Gerner über ihre Städte zu sprechen.
Insgesamt fand die Präsentation am Messe-Stand großen Anklang bei den Besuchern. Die Informationen über die Regionalstrecken der Deutschen Fachwerkstraße, die Zeitschrift Fachwerkinformation und der Triennalekatalog wurden Marlis Siemon und Dieter Jost beinahe aus den Händen gerissen. Das Interesse am Fachwerk ist groß, diese Aufmerksamkeit galt es zu nutzen.
Darum waren im Anschluss an das Bürgermeistertreffen die Touristiker der Fachwerkstädte eingeladen, einen Fachvortrag von Dieter Jost über den Wachstumsmarkt Städtetourismus zur Belebung der Fachwerkstädte mitzuerleben. Gästeführer aus Eschwege, Mosbach, Babenhausen und Wanfried waren der Einladung der ARGE gefolgt, Vertreter der Stadtverwaltungen aus Homberg/Ohm und Babenhausen waren ebenfalls dabei und genossen die lockere Atmosphäre bei Bretzeln und Getränken und diskutierten über ihre Erfolge, die sie in Zusammenarbeit mit der ARGE bereits erzielen konnten.
Während der ersten zwei Messetage machte die ARGE auch auf das große Zimmerertreffen aufmerksam, zu dem Prof. Gerner für den Samstag geladen hatte. Mit einem Vortrag über die Translozierung von Fachwerkbauten klärte er Meister und Gesellen über das Fachwerk als mobile Habe auf.
Im Abschlussbericht über die denkmal 2012, die Europäische Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, wurde die Position als europäische Leitmesse noch einmal deutlich herausgestellt. 453 Aussteller aus 14 Ländern hielten alle Facetten des Denkmalschutzes bereit. Nach einer repräsentativen Befragung des Instituts für Marktforschung zählten vor allem Architekten, Planer, Ingenieure, Handwerker und Restauratoren zu den Besuchern. Etwa jeder Siebte war für ein Amt, eine Stiftung oder öffentliche Einrichtung auf der Messe, 93 Prozent waren Fachbesucher.
„Die internationale Atmosphäre auf der denkmal verdeutlicht ihre Position als europäische Leitmesse“, hieß es im Bericht. Zu den stärksten Besucherländern zählten neben Deutschland Polen, die Tschechische Republik, die Russische Föderation und Österreich. Auf Ausstellerseite kam jedes fünfte Unternehmen aus dem Ausland, 13.600 Besucher kamen insgesamt auf das Messegelände.
Viele davon informierten sich auch am Stand der ARGE über die Fachwerkstädte Deutschlands oder erkannten in Prof. Gerner einen ehemaligen Weggefährten in Sachen „Fachwerk weltweit.“
Nach einer erfolgreichen Triennale 12 und der denkmal 2012 sollen im nächsten Jahr „Rezepte für Bürgermeister der Fachwerkstädte“ in einem Buch erscheinen. Zum Nachlesen und Nachmachen von A bis Z.