Wanderausstellung zieht weiter

Wanderausstellung zieht weiter

26.03.2018_Korbach. Das Kreishaus von Waldeck-Frankenberg steht in diesen Tagen für den Holzbau Modell. Im Foyer des Verwaltungsgebäudes hat die Wanderausstellung „Holz.Bau.Architektur“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Osnabrück Einzug gehalten. Bereits zum 5. Mal wurde diese von Heinz Moering, Geschäftsführer „pro holzbau hessen“, in eine Mitgliederkommune dieser Clusterinitiative für Holzbau und Ausbau geholt. Sie zeigt eindrucksvoll, dass der Holzbau ökologisch, modern und einfach umsetzbar sein kann, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Tatsächlich hat Hessen, hat der Kreis Waldeck-Frankenberg alles, was es für die Zukunft des Holzbaus braucht. Bei der Ausstellungseröffnung mit etwa 30 geladenen Gästen, wies der Obermeister der Zimmererinnung Waldeck-Frankenberg, Andreas Mitze, darauf hin, dass der Landkreis mit einer Holzbauquote von 28,3 Prozent schon ganz weit vorn sei. Er wünsche sich dennoch, dass mehrgeschossiger Holzbau, wie er auf den Ausstellungstafeln zu sehen sei, auch in seinem Landkreis umgesetzt würde. „Wir können das leisten, haben 17 Innungsbetriebe die effektiv arbeiten, gute Planungsbüros, die schnelles Bauen mit Holz ermöglichen“, so Mitze.

Dieser Landkreis hat mit 19.000 Hektar Waldbesitz und einem Einschlag von bis zu 140.000 Festmeter Holz pro Jahr, den nachwachsenden Rohstoff direkt und ausreichend zur Verfügung. Unternehmen wie Ante Holz in Bromskirchen-Somplar stellt daraus Hochleistungsbaustoffe her, die der Landkreis als Schulträger für Neubauten, Sanierungen und Reparaturarbeiten noch viel stärker nutzen könnte. Karl-Friedrich Frese, Erster Kreisbeigeordneter, verwies in seiner Festrede darauf, dass genügend Haushaltsmittel zur Verfügung stünden und man den Blick noch stärker auf den Holzbau lenken wolle. „Wir begleiten durch unseren Fachdienst Bauen zudem die Novellierung der Hessischen Bauordnung, beteiligen uns an Anhörungen und versuchen uns einzubringen. Wir wollen das ökologische Bauen in all seinen Variationen fördern“, sagte er, damit sich der Baustoff Holz in Zukunft noch mehr durchsetzen könne.

Für Heinz Moering sind das gute Nachrichten. Denn auch ist bei vielen Anhörungen mit dabei und bringt Fakten für den Holzbau erfolgreich vor. „Wir gehen davon aus, dass die Modifizierung der Bauordnung noch vor der Sommerpause angepasst wird. Dann kann auch dem Holzbau die Möglichkeit gegeben werden, Bauvorhaben in den Gebäudeklassen vier und fünf ohne größeren Aufwand zu realisieren“, so Moering. In der Anhörung im Februar dieses Jahres hätten demnach viele Kommunen den Wunsch geäußert, den Holzbau endlich auch in Hessen in höheren Gebäudeklassen zuzulassen. Der Druck auf die politischen Entscheider steigt, wohl auch durch die gute Netzwerkarbeit der „pro holzbau hessen“.

So jedenfalls nimmt es Helmhard Neuenhagen vom Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes wahr. Der Geschäftsführer betonte, dass jetzt eine entscheidende Weichenstellung für eine wirtschaftliche Zukunft im Holzbau dringend erforderlich sei. Gehör verschaffe sich die Branche durch die konsequente Lobbyarbeit der Clusterinitiative und die gute Zusammenarbeit von Hochschulen, Bildungszentrum, Forst, Industrie und Handwerk. „Wir könnten diese Arbeit jeder für sich gar nicht leisten. Wir haben mit „pro holzbau hessen“ die Institution, die sich bei den politischen Entscheidern mit Fakten für den Holzbau einsetzt“, sagte er. Die Ausstellung unterstreicht diese Aussage mit realisierbaren Konzeptionen aus Holz.

 

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