HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR beim Klimaschutzforum

HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR beim Klimaschutzforum

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pro holzbau hessen stellte Rahmenprogramm mit Wanderausstellung
von Diana Wetzestein

Armin Raatz und Dr. Wallmann vor den Präsentationstafeln

31.10.2019_Witzenhausen. Zeit und Ort für diese Ausstellung konnten kaum besser gewählt sein. HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR, die Wanderausstellung über das Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz, steht derzeit im „nawarum“ des LLH, Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HERO), wo Ende Oktober das 7. Klimaschutzforum Werra-Meißner tagte. Heinz Moering, Geschäftsführer pro holzbau hessen, sorgte selbst für die Positionierung der Ausstellung im Konferenzraum. Die Botschaft, dass Holz als Baustoff aufgrund optimaler energetischer, bautechnischer und stofflicher Nutzung, aktiver Klimaschutz ist, hat die Clusterinitiative wieder einmal gut dargestellt.

Umrahmt von prämierten Holzbauprojekten moderierte Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter, Bau- und Umweltdezernent, das Forum. Es wurden Umweltpreise verliehen, die Siegerehrung für den Wettbewerb zum besten Klimaschutztipp vorgenommen und Schülern von „Fridays for future im WMK“ die Gelegenheit gegeben, den etwa 100 Gästen ihre Ansichten zur aktuellen Klimapolitik mitzuteilen.

Die aktuellen Projekte zum Klimaschutz im Werra-Meißner Kreis zeigen bereits Wirkung. Der Stromverbrauch ist gesunken, der Anteil der Photovoltaikanlagen gestiegen. Das Modellvorhaben „Wärmewende“ läuft seit zwei Jahren, hier wird holziges Grüngut dezentral einsammelt, zentral aufbereitet und daraus neben Kompost und Torfersatz auch Hackschnitzel für thermische Verwertung gewonnen. Gesteuert durch ein kreisweites Management konnten kurze Wege zu kostenfreien Annahmestellen und eine regionale Wertschöpfung geschaffen werden.

Besonders stolz zeigte sich Bürgermeister Alexander Heppe über das Modellprojekt „Energetische Quartierssanierung Werra-Meißner“ (EQWM), das in November beginnt. „Wir haben hierfür viele kleine Teile zu einem großen Ganzen zusammengefügt“, sagte er. Dabei sind Eschwege, Großalmerode, Netra, Witzenhausen, Germerode und Herleshausen, die übrigen zehn Kommunen können ebenfalls partizipieren, da „20 Prozent der Beratungsleistungen außerhalb der Modellkommunen angeboten werden dürfen“, so Bürgermeister Heppe.

Ein starkes Team im Halbkreis

Auch hier gibt es ein zentrales Management, bestehend aus einem interdisziplinären Team. Dort arbeiten Ansprechpartner für die Bürger sowie verschiedene interne und externe Fachberater zusammen, um die Bürger über Sanierungsmöglichkeiten aufzuklären und über die einzelnen Objekte hinaus für größere oder kleine Quartiere mitzudenken. Ziel das Sanierungsmanagements ist es, Bürger so gut zu beraten, dass energetisch sinnvoll modernisiert und die Lebensqualität für viele Bewohner dadurch nachhaltig verbessert werden kann.

Dafür brauche es ein Team, das gut zusammenarbeiten kann. Das habe man im Kreis gefunden, sagte Armin Raatz, vom begleitenden Projektbüro KEEA aus Kassel. „Der direkte Draht zum Hauseigentümer ist entscheidend, er muss individuell beraten werden und verstehen, was er machen kann“, so Raatz.

Seinen letzten offiziellen Termin nahm MR Joachim Seeger, Referatsleiter Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, in seinem Heimatkreis wahr. Der gebürtige Niddawitzhäuser nannte das Modellprojekt EQWM ein „wichtiges Experimentierfeld“, da die Projektkoordination mit wenigen Personen praktisch für alle Kommunen durchgeführt werde. Er hoffe, dass man viele Menschen mobilisieren könne und sei stolz auf dieses außergewöhnliche Projekt in seiner alten Heimat.

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