Diana Joneitis an der Spitze

Diana Joneitis an der Spitze

10. April 2014_Bietigheim-Bissingen/Fulda. Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. (ADF) wählte Anfang April Diana Joneitis zum neuen Geschäftsführenden Vorstandsmitglied. Die 32-jährige Kunsthistorikerin, Medienkommunikations- und Erziehungswissenschaftlerin, war bis August letzten Jahres beim Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie tätig. Sie übernahm ihr Amt von Prof. Manfred Gerner, der als Präsident der ADF weiterhin beratend zur Seite stehen wird.
„Mit der Wahl von Diana Joneitis zur Nachfolgerin wird eine Person diese Aufgabe übernehmen, die ihr Amt mit ganz neuen, wichtigen Akzentsetzungen gestalten und ausfüllen wird“, sagte der ehemalige Vorsitzende Dr. h. c. Martin Biermann. Die Epoche Manfred Gerner geht heute zu Ende“, erklärte Dr. Biermann weiter, er werde „unauslöschlich in die Geschichte der ADF eingehen“, sagte der 71-jährige Rechtsanwalt, der 21 Jahre lang die ADF leitete und zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Seit 39 Jahren formt Gerner das Bild der ADF, wurde 1981 zum Leiter des „Deutschen Zentrums für Handwerk und Denkmalpflege nach Johannesberg berufen, das er 19 Jahre leitete, seit 2005 war der gelernte Zimmerer und studierte Architekt Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der ADF.
Die Nachfolge von Dr. Biermann trat Dirk-Ulrich Mende, Oberbürgermeister der Stadt Celle an. Ihm steht als 1. Stellvertreterin die Seligenstädter Bürgermeisterin Dagmar Nonn-Adams zur Seite, die Hans-Dieter Dörbaum aus Mühlhausen in seinem Amt nachfolgte. 53 stimmberechtigte Mitglieder wählten zudem Annette Hochmuth, Lieterin des Presseamtes Bietigheim-Bissingen, zur 2. Stellvertreterin und acht Beisitzer in den Vorstand. Den Wahlen im Kronenzentrum Bietigheim waren Ausschusssitzungen vorausgegangen, in denen Diana Joneitis den Vorstand des Lenkungsausschusses für die Fachwerk-Triennale 15 übernahm, die sie gemeinsam mit Dr. Uwe Ferber (Projektgruppe Stadt und Entwicklung, Leipzig) und Prof. Gerner leiten wird. Nach Vorlage der Geschäftsberichte der ADF und Deutschen Fachwerkstraße (DFS), konnten die Vorstände entlastet werden, als neue Mitgliederstädte wurden Sindelfingen, Frankfurt/Höchst, Nehren, Homberg (Ohm), Reinheim und Gengenbach begrüßt.
Der neue Vorstand will die Denkmalpflege und den Tourismus in Zukunft weiterhin stark vernetzen. Eine Fachwerk-App ist am Start, überarbeitete Internetauftritte und die Durchführung der Triennale 15, die „Impulse der Wirtschaft in Kombination mit den Fachwerkstädten“ präsentieren wird, sind nur einige Punkte auf der Agenda des neuen Teams. „Wir werden weiterhin nationale und europäische Lösungswege für Fachwerkstädte entwickeln“, so Mende, der auch die europäischen Fördertöpfe dafür nutzen will. Das kommt dem Ziel einer „Arbeitsgemeinschaft Europäischer Fachwerkstädte“ entgegen, das Prof. Gerner durch die Präsenz der ADF in Städten im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland, in der die kulturhistorisch wertvollen Umgebindehäuser zu finden sind, vorantreibt. „Der Generationenwechsel ist ein wichtiger Schritt für die ADF“, so Prof. Gerner, der den neuen Vorstand herzlich beglückwünschte. Dieser präsentierte sich motiviert und erstmals weiblich dominiert. In den Bereichen Tourismus, Baukultur, Politik und Verwaltung sei er gut aufgestellt, um Lobbyarbeit zu betreiben und Lösungen für Fachwerkstädte aufzuzeigen, so Mende. „Die Deutsche Fachwerkstraße liegt bei den 170 touristischen Themenstraßen unter den zehn Beliebtesten“, erklärte Diana Joneitis, die dafür sorgen will, dass die 100 Mitgliederstädte der DFS mit diesem Qualitätssiegel im Wettbewerb um die Gäste weiterhin ganz oben bestehen kann. „Fachwerk on App“ ist hier nur der leise Einstieg in die Zukunft von DFS und ADF.

Die Gastgeberstadt Bietigheim-Bissingen präsentierte seinen Gästen aus ganz Deutschland ein touristisches Rahmenprogramm voller Fachwerk, Kunst und Geschichte. Den Grußworten des Oberbürgermeisters Jürgen Kessing zufolge, durchschritten die Teilnehmer eine Stadt in Baden-Württemberg, die seit zehn Jahren schuldenfrei ist und auf finanzstarke Unternehmen und Bürger zählen kann. Ein Gewinn für die Stadt an der Enz, die gern auf eine 1200-jährige Geschichte zurückblickt und in diesem Jahr das 650. Stadtrechtejubiläum feiert, sind aber auch engagierte Gästeführer, die konkrete Einblicke in die Stadtgeschichte geben können. Der Nachwächter, ausgestattet mit Hellebarde, Laterne und Feuerhorn sowie die Beginen-Schwester Anna erzählten in schwäbischer Mundart, was diese Stadt historisch geprägt hat. Professionell und kurzweilig zeichneten sie ein authentisches Bild darüber, was sich in den Straßen und Gassen inmitten der Stadtmauer abspielte und bekamen dafür viel Applaus.
Halberstadt in Sachsen-Anhalt wird die Mitgliederversammlung im kommenden Jahr ausrichten. Bis dahin gibt es für alle Neuen viel zu tun.

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