Denkmal 2014

Denkmal 2014

Stellung der europäischen Leitmesse „denkmal“ ist gefestigt
Das Land Hessen präsentiert zum vierten Mal erfolgreichen Gemeinschaftsstand

6. bis 8. November 2014_Leipzig. Drei Tage, 434 Aussteller aus 17 Ländern, 20 Prozent Auslandsunternehmen, 92 Prozent Fachbesucher, 140 Veranstaltungen, zehn Goldmedaillen. Das sind nur einige Zahlen der denkmal 2014, der Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung, die letzte Woche in der Halle 2 des Messegeländes in Leipzig stattfand. Bereits zum vierten Mal präsentierte sich das Land Hessen auf dieser internationalen Messe mit einem Gemeinschaftsstand, der in der Mitte der Messehalle einen prominenten Platz einnahm.
Für das Design in den rot-weißen Landesfarben und das kommunikationsfördernde offene Konzept bekam die Hessen-Agentur, die heutige Hessen Trade & Invest GmbH, bereits 2008 eine Goldmedaille. Und das zu Recht, schließlich präsentierten dort 17 hessische Firmen und Institutionen ihr Leistungsspektrum, darunter qualifizierte Handwerker, Architekten, Denkmalpfleger und Planer. Die unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehende europäische Leitmesse zog über 13.000 Besucher an, diese Zahl reichte, trotz des massiven Bahnstreikes während der Messetage, an das Besucherergebnis der denkmal 2012 heran.
Dass Hessen auf dieser Messe nicht fehlen darf, liegt nicht nur an dem reichen Bestand schützenswerter Anlagen. Für rund 60.000 Baudenkmale, etwa 2.000 Gesamtanlagen, 100 schützenswerte Ortskerne sowie sechs UNESCO-Weltkulturerbestätten und, mit der Grube Messel, die einzige deutsche Weltnaturerbestätte, hat das Land eine enorme Verantwortung. Dr. Rainer Waldschmidt, als Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH für den Messeauftritt verantwortlich, hob die Bedeutung der Präsenz des Landes Hessen auch aufgrund der langen Denkmalpflegetradition hervor.
Mit der Auswahl der Aussteller, zu denen das Landesamt für Denkmalpflege Hessen mit dem Spangenberger Projekt Burgsitz – Gehobene Schätze, die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V., die Beratungsstelle für Handwerk und Denkmalpflege und die Propstei Johannesberg GGMBH aus Fulda, die Hochschulen Darmstadt, Rheinmain, das Kompetenzzentrum Hessenrohstoffe (Hero) e. V. ebenso gehörten, wie das Dachziegelwerk Nelskamp, Der Leinölladen GbR, Fachwerk21, Holz- und Lehmbau GmbH Wanderer, Bruno Marx GmbH, Steinmetzbetrieb Martin Merz, Mosler & Münchow GmbH, der Tischlerei Kremer und die Protectes-Solar GmbH, zeigte Hessen einen repräsentativen Querschnitt.
Prof. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, sah bei dieser Messe einen „deutlichen Aufschwung“, auch, weil sich die Qualität der Aussteller und deren Präsentationen deutlich verbessert hätten. „Die Messe hat sich in Richtung der Aussteller entwickelt, das Interesse an Netzwerken ist gewachsen“, so Prof. Weiß, der Ende November aus seinem Amt ausscheidet und in den verdienten Ruhestand geht. 22 Jahre lang habe er die denkmal in Leipzig begleitet, habe deren Anfänge, Aufschwung aber auch depressive Stimmungen erlebt. Vor acht Jahren sei die Weiterführung kritisch diskutiert wurden, doch mit der denkmal 2014 seien alle Bedenken ausgeräumt, so Weiß. „Diese Messe hat eine sehr positive Entwicklung genommen“, berichtete der scheidende Denkmalpfleger direkt aus der Beiratssitzung am Samstagmittag. Die guten Beispiele aus Hessen könnten somit auch auf der denkmal 2016, vom 10. bis 12. November 2016, einem internationalen Publikum präsentiert werden. (dw)

Alle E-Mails und E-Mail Adressen werden vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht oder weitergegeben.

Vielen Dank! :)

bitte Namen eingeben

bitte korrekte Email eingeben

bitte Mitteilung eingeben