25 Jahre DFS – Fachwerk in Südwestdeutschland

25 Jahre DFS – Fachwerk in Südwestdeutschland

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Stockwerksbau und Bohlenstuben – Fachwerk in Südwestdeutschland
Von Diana Wetzestein und Christian Ehinger

Von Mosbach im Neckartal bis Sasbachwalden und Gengenbach im Schwarzwald sowie Meersburg am Bodensee führt die rote Regionalstrecke der Deutschen Fachwerkstraße (DFS) durch den Südwesten Deutschlands. Eine Reise auf diesem Streckenabschnitt führt durch fruchtbares Ackerland, Moorgebiete, Weinberge, Streuobstwiesen und ausgedehnte Wälder, entlang an Flüssen in malerischen Tälern.
30 Fachwerkorte, allesamt mit mittelalterlichem Flair und besonderer Aura, liegen an der Regionalstrecke „Vom Neckar zum Schwarzwald und Bodensee“ und präsentieren sich dem Besucher durch verschiedenste Baustile des südwestdeutschen Fachwerks. Sie bestehen überwiegend aus dem spätgotischen Fachwerktyp der verblatteten Fachwerkbauten und dem der Renaissance, der aus verzapften Konstruktionen besteht. Prächtige Fachwerkbauten, von 13. bis ins 19. Jahrhundert erbaut, zieren die historischen Städte. Die ältesten Häuser gibt es im mittleren Neckarraum, in Esslingen etwa oder in Markgröningen und in Pfullendorf am nördlichen Bodensee. Sehenswerte Fachwerkfassaden aus gebogenen Hölzern, die kreisförmige Fachwerkfiguren bilden, stehen im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Eine echte regionale Besonderheit stellen die Mittelbadischen „Kniestockhäuser“ dar, hier rätseln die Experten bis heute, wo und weshalb man diese Häuser gerade so gebaut hat. Über die Inschriften an Fachwerkhäusern schrieb Friedrich von Schiller in seinem Wilhelm Tell: „…weiße Sprüche, die der Wandersmann verweilend liest und ihren Sinn bewundert.“ In Marbach am Neckar steht sein Geburtshaus, Hermann Hesse widmete seiner Schulzeit in Calw einige Passagen seiner Werke.
Die gesamte Ferienregion ist von wild-romantischen Tälern des Neckars, der Enz, Rems, Kinzig, Riß oder Donau durchzogen. Das Ensemble aus lieblichen Landschaften und Fachwerksilhouetten lässt die Verträumtheit uralter Städte gegenwärtig werden. Alle 30 Städte zeigen ihr wertvolles Kulturgut Fachwerk, das auch die Aufmerksamkeit seiner Besucher braucht, damit es erhalten werden kann. Stellvertretend für den Fachwerkbau der gesamten Region stehen die vielen Fachwerk-Rathäuser und das Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen. Neben seiner berühmten Innenbemalung wird im Museum Hornmoldhaus in einer Fachwerkausstellung auch die Geschichte der Flößerei, Baukultur und Holzwirtschaft erzählt. Die Flößerzunft in der Internationalen Flößerstadt Altensteig, aber auch in Besigheim und Schiltach ist mit dem Fachwerk dieser Region eng verbunden. Leder- und Leinwandindustrie, aber auch eine der letzten Altsämischgerbereien Europas sind dort zu finden. Die gesamte Region ist bekannt für ihre Weine, beliebt bei Bürgern und Gästen aller Städte der roten Regionalstrecke, sind die traditionellen Märkte und Feste, die ganzjährig angeboten werden. Wer die Fachwerkstädte der roten Regionalstrecke erlebt hat, dem werden die Schätze dieser Region wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Städte der roten Regionalstrecke: Altensteig, Backnang, Bad Urach, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Biberach a.d. Riß, Blaubeuren, Bönnigheim, Calw, Dornstetten, Eppingen, Esslingen, Gengenbach, Haslach, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Marbach am Neckar, Markgröningen, Meersburg, Mosbach, Nehren, Pfullendorf, Riedlingen, Sasbachwalden, Schiltach, Schorndorf, Sindelfingen, Trochtelfingen auf der Schwäbischen Alb, Vaihingen a.d. Enz und Waiblingen.

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