15 Projekte – 17 Städte

15 Projekte – 17 Städte

4. Juli 2014_Eschwege. Sie arbeiten gemeinsam an der Zukunft deutscher Fachwerkstädte: die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte e. V. (ADF) mit Sitz in Fulda und das Planungsbüro Projektgruppe Stadt und Entwicklung aus Leipzig. In Vorbereitung auf die Fachwerk-Triennale 15 (T15), die 2015 ihren Höhepunkt haben und in 2016 abgeschlossen werden soll, bereisen Mitglieder des Lenkungsausschusses aus Eschwege, Hann. Münden, Celle, Wernigerode, Fulda und Leipzig zurzeit insgesamt 15 Mitgliederstädte entlang der Deutschen Fachwerkstraße. Dabei geht es nach Sachsen, Baden Württemberg, Hessen, Thüringen und Niedersachsen, wo T15-Projekte zu einem der Themen „Unternehmen, Tourismus, Fonds oder Bürgerinitiativen“ zuhause sind. „In dieser dritten Triennale sind Impulse aus der Wirtschaft oder eines Partners gefragt, der ein gemeinsames Projekt mit den Städten erarbeitet und dabei als finanzstarker Partner bereit stehen kann“, sagte Diana Joneitis, Geschäftsführerin der ADF. Sie sehe die „T15 als Verstetigung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Stadtentwicklung“, sagte sie.
Am Johannisfestfreitag tagten acht Mitglieder des Lenkungsausschusses im Rathaus der Kreisstadt. Bürgermeister Alexander Heppe begrüßte die „gebündelte Fachwerkkompetenz“ im Magistratszimmer und bedankte sich für die bereits geleistete gute Zusammenarbeit.
„Eschwege hat eines der anspruchsvollsten Triennale-Projekte“, sagte Prof. Manfred Gerner, der Eschwege für die Auftaktveranstaltung im Mai 2015 favorisiert und die T15 fachlich begleiten wird. „Neues Wohnen in der historischen Innenstadt“, unter dieser Schlagzeile wolle Eschwege sich das Quartier am Brühl vornehmen, so Engelbert Thielemann, Leiter des Fachbereiches Planen und Bauen. „Wir wollen am Brühl weitermachen, Investoren finden, die dort Objekte kaufen und gemeinsam mit der Projektentwicklungsgesellschaft Planen, Sanieren und eine geeignete Nutzung finden“, so Thielemann. Dabei solle ein Hauptaugenmerk auf die Gestaltung der Gärten im Innenbereich des Quartiers gelegt werden. „Wir werden ein Gartenhandbuch herausgeben, das Tipps zur Gestaltung kleiner und großer Innenstadtgärten parat hat“, sagte Engelbert Thielemann, der dieses Projekt gemeinsam mit Wolfgang Conrad, Wirtschaftsförderer der Kreisstadt Eschwege, voranbringen möchte.
Gelungen ist bereits die Wiederbelebung der Schlossgalerie und die Umnutzung des E-Werkes, in Planung seien die Umgestaltung öffentlicher Räume wie dem Schlossplatz, dem Werraufer und dem Werratalsee. Für die Fachwerkstadt Eschwege habe die Projektentwicklungsgesellschaft gemeinsam mit der Zukunftswerkstatt bereits gute Leistungen erbracht und werde auch beim T15-Projekt ein wichtiger Partner der Stadt sein, so Prof. Gerner.
„Die Arbeit der Lenkungsgruppe beschränkt sich nicht allein auf die Austragung der Triennalen“, sagte Dr. Uwe Ferber von der Projektgruppe Stadt und Entwicklung. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Förderregularien von Bund und Ländern sowie die Anpassung der Stadtbauförderung an die Bedürfnisse der Fachwerkstädte, habe man im Visier, um über die aktuellen Programmkulissen hinaus aktiv werden zu können,  so Dr. Ferber. Gerade der Eschweger Beitrag baue darauf auf, die Diskussion auf Bundesebene über die Realität in den Fachwerkstädten anzuregen. Die Fachwerk-Triennalen 09, 12 und 15, erhielten nicht nur Fördergelder durch die Programme der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, vielmehr gäben sie dem Kulturgut Fachwerk an dieser Stelle immer wieder Impulse für die Erhaltung.

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