ECO TIMBER bietet Lösung für die gesamte Wertschöpfungskette und bleibt optimistisch

von Diana Wetzestein

Schnell und flexibel im Holzelementbau, mit optimalem Standort an der A38. Das High-Tech-Abbundzentrum ECO-TIMBER GmbH & Co. KG liefert das, was der professionelle Holzbau jetzt braucht. Und trotzt Pandemie und Holzmarktturbulenzen.

Heilbad-Heiligenstadt. Der Standort könnte kaum besser sein. Das Firmengelände liegt im Gewerbegebiet „An der A 38 Ost“, direkt am Kreisel in Richtung Leipzig oder Göttingen. ECO-TIMBER GmbH & Co. KG produziert auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück. Es ist alles da, um eine jährliche Produktionskapazität von 580.000 Laufmetern Abbund und über 50.000 Quadratmetern Holzelementen logistisch gut zu meistern. Große Werkshalle, kleines Büro und High-Tech-Maschinen. In der 2.200 Quadratmeter großen Halle wird geschraubt, getackert, das nächste Wandelement präzise positioniert, der Geräuschpegel ist dabei angenehm gering. Auch von den zwei großen Hundegger-K2-Industrie-Abbundanlagen, hört man nicht viel. Über dem 28 Meter langen Fertigungstisch hängt gerade ein neues Holzelement an einem der zwei Hallenkräne. Die Mitarbeiter tragen ihren Mundschutz. Es ist Februar 2021, eine Zeit, in der auch der Holzmarkt erkrankt zu sein scheint.

In der 2.200 Quadratmeter großen Halle wird geschraubt, getackert, das nächste Wandelement präzise positioniert, der Geräuschpegel ist dabei angenehm gering. Auch von den zwei großen Hundegger-K2-Industrie-Abbundanlagen, hört man nicht viel. Über dem 28 Meter langen Fertigungstisch hängt gerade ein neues Holzelement an einem der zwei Hallenkräne. Die Mitarbeiter tragen ihren Mundschutz. Es ist Februar 2021, eine Zeit, in der auch der Holzmarkt erkrankt zu sein scheint.

In der 2.200 Quadratmeter großen Halle wird geschraubt, getackert, das nächste Wandelement präzise positioniert, der Geräuschpegel ist dabei angenehm gering. Auch von den zwei großen Hundegger-K2-Industrie-Abbundanlagen, hört man nicht viel. Über dem 28 Meter langen Fertigungstisch hängt gerade ein neues Holzelement an einem der zwei Hallenkräne. Die Mitarbeiter tragen ihren Mundschutz. Es ist Februar 2021, eine Zeit, in der auch der Holzmarkt erkrankt zu sein scheint.

Von Pandemie und entkoppeltem Holzmarkt lässt sich Uwe Klingebiel aber nicht beeindrucken. „Das hier ist ein hochtechnisiertes, aber auch hochqualifiziertes Abbundzentrum. Unsere Mitarbeiter sind bestens an den High-Tech-Maschinen geschult. Wir können den kostengünstigen einfachen Abbund und den Profi-Abbund mit garantiert ausrissfreien Ausklinkungen und Verblattungen. Also Lohn-Abbund in drei Qualitätsstufen geht hier raus, die dritte Qualitätsstufe ist dann Sicht-Abbund Plus“, erklärte der Geschäftsführer Klingebiel.

„Wir können es uns auch jetzt nicht leisten, den Holzbau nicht in all seinen Möglichkeiten voll auszuschöpfen und hier wollen wir ihn von Anfang an mit unserem High-Tech Abbund aktiv mitgestalten“, so Klingebiel, der im Februar 2020 das erste Stück Holz durch die K2-Industry hat laufen lassen. Seitdem hat er etwa 1.800 Kubikmeter Schnittholz von seinen Handelspartnern im Umkreis von 100 Kilometern eingekauft und verarbeitet. „Allein in dieser Holzmasse sind knapp 1.380 Tonnen CO2 gebunden. Dieser Nachhaltigkeitsaspekt wird unser Gewerbe in Zukunft für viele junge Menschen wieder interessanter machen. High-Tech und traditionelles Handwerk werden den Holzbau gemeinsam effektiver machen“, ist sich Klingebiel sicher. Zudem sei jedes Bauteil, das diese Halle verlasse, für ihn auch deshalb eine temporäre Lösung gegen den derzeitigen Fachkräftemangel.

Klingebiel ist seit 18 Jahren als Zimmermeister und Dachdeckermeister selbstständig. Mit seinen zehn Mitarbeitern arbeitet er in seiner Zimmerei ausschließlich für private Kundschaft. Die Auftragslage sei gut, aber kein Platz mehr für Expansion im nahegelegenen Dorf Streitholz gewesen. „Seit 2015 habe ich mir mehr Fläche und eine eigene Abbundanlage gewünscht“, sagte er lächelnd. Und dass der Grundstein für das Millionenprojekt ECO-TIMBER im August 2019 gelegt war.

Diesem Moment wird Klingebiel nie vergessen. Schon deshalb nicht, weil ein Holzabschnitt und etwas Späne davon als Erinnerungsstücke in der Vitrine im Büro einen prominenten Platz bekommen haben. „Mir wurde plötzlich klar, dass auch ich ab sofort Abbund und Holzelemente in der hohen Qualität bekomme, wie ich sie haben will. Ich lasse seitdem hier konstruieren und produzieren und kann meine Mitarbeiter*innen da einsetzen, wo sie gebraucht werden. Was nützen uns volle Auftragsbücher, wenn wir keine Zeit und Leute haben, um die Aufträge abzuarbeiten?“, sagte er.
ECO-TIMBER wirbt mit „Full-Service“, 3D-Messtechink für Aufmaße vor Ort, 3D-Visualisierung und jede Hilfe, die der Handwerker oder Handel für die Umsetzung der Bauvorhaben beim Kunden brauchen. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz für das Handwerk, sondern als ein Rad im Antriebsmotor für den Holzelementbau und die Modulbauweise. Mit unserem Angebot können alle ein bisschen größer denken und jeder noch so kleine Betrieb kann profitieren“, so Klingebiel.

Auch in Hessen wurde ECO-TIMBER bereits entdeckt. Für den Bau der Fritz-Kissel-Siedlung in Frankfurt wurden 6.800 Quadratmeter Fassaden-, Sockel und Attika-Elemente hergestellt und Holzrahmenbau geliefert. „Momentan kenne ich niemanden, der eine Bearbeitungsbreite für Durchlaufquerschnitte von bis zu 300 x 1.300 Millimetern und Wandelemente bis zu 13 Metern Länge in unserer Region mit den entsprechenden Gütesiegeln RAL und GDF liefern kann und dabei so flexibel im Elementbau ist“, sagte der Holzbau-Planer Anselm Schoen aus Witzenhausen in einem späteren Telefonat. „Wir brauchen diese starken Zulieferer von Einzelkomponenten. Einzelne Betriebe können das Produktionsvolumen nicht mehr bewältigen. Das hohe Auftragsvolumen ist aber nur mit schnellen Abwicklungszeiten zu schaffen“, sagte der Holzbau-Planer, der die rasante Entwicklung von immer größeren Holzbau-Projekten tagtäglich in seinem Büro miterlebt.

Zimmermeister Klingebiel hat mittlerweile rund 6 Millionen Euro in ECO-TIMBER investiert, der Freistaat Thüringen die bereitgestellten Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds gewährt. Mit der Zusammenarbeit und Unterstützung des Landes sei er zufrieden, wünsche sich für Thüringen dennoch eine Holzbauoffensive wie in Baden-Württemberg oder eine Clusterinitiative wie „pro holzbau hessen“, der er bereits beigetreten ist. „Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen, brauchen Ausbildungsangebote, mehr Holzbau bei Schulen und anderen kommunalen oder gewerblichen Neubauten. Die Wertschöpfung bleibt in der Region“, so Klingebiel.
Im Sommer 2021 hat das Unternehmen ECO-TIMBER zwar weniger Aufträge als noch vor der Holzmarktkrise, doch die Produktion läuft weiter, die Lager sind gefüllt, Dachstühle und Holzrahmenbau sind jederzeit lieferbar, sagte der Optimist Klingebiel. Jetzt soll die Initiative „Wohnbau mit Holz“ noch an den Start gehen.

Er hat dieses Netzwerk aus Energieberatung, Holzbauarchitektur, Handel und Handwerk ins Leben gerufen, „damit der Holzbau zukunftsfähig bleibt“, sagte er. Denn die Klimakrise warte nicht, sie fordere weiter CO2-reduzierende Holzbau-Lösungen. Für Klingebiel bedeute das: weitere Investitionen in den Ausbau der Holzelemente-Fertigung und die Produktion von Modulbau-Elementen.

Zimmermeister Klingebiel hat mittlerweile rund 6 Millionen Euro in ECO-TIMBER investiert, der Freistaat Thüringen die bereitgestellten Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds gewährt. Mit der Zusammenarbeit und Unterstützung des Landes sei er zufrieden, wünsche sich für Thüringen dennoch eine Holzbauoffensive wie in Baden-Württemberg oder eine Clusterinitiative wie „pro holzbau hessen“, der er bereits beigetreten ist. „Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen, brauchen Ausbildungsangebote, mehr Holzbau bei Schulen und anderen kommunalen oder gewerblichen Neubauten. Die Wertschöpfung bleibt in der Region“, so Klingebiel.
Im Sommer 2021 hat das Unternehmen ECO-TIMBER zwar weniger Aufträge als noch vor der Holzmarktkrise, doch die Produktion läuft weiter, die Lager sind gefüllt, Dachstühle und Holzrahmenbau sind jederzeit lieferbar, sagte der Optimist Klingebiel. Jetzt soll die Initiative „Wohnbau mit Holz“ noch an den Start gehen.

Er hat dieses Netzwerk aus Energieberatung, Holzbauarchitektur, Handel und Handwerk ins Leben gerufen, „damit der Holzbau zukunftsfähig bleibt“, sagte er. Denn die Klimakrise warte nicht, sie fordere weiter CO2-reduzierende Holzbau-Lösungen. Für Klingebiel bedeute das: weitere Investitionen in den Ausbau der Holzelemente-Fertigung und die Produktion von Modulbau-Elementen.