Fortführung der IKZ erwünscht

Fortführung der IKZ erwünscht

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Nach der Studie sollten Schutzmaßnahmen auch umgesetzt werden (Diana Wetzestein)

2. Februar_Eschwege. Über die weiteren Schritte zum gemeinsamen Hochwasserschutz im unteren Werratal wurde am vergangenen Donnerstag im Rathaussaal beraten. Bürgermeister Alexander Heppe begrüßte die Vertreter von Kreis, Land sowie der Städte Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Wanfried und der Kommune Meinhard. Die Kommunen gaben innerhalb der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Jahr 2014 eine Hochwasserschutzstudie in Auftrag. „Die Ergebnisse wurden in allen Kommunen bereits vorgestellt und in den jeweiligen Gremien diskutiert. Wir wollen jetzt über den aktuellen Sachstand und die weitere Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Maßnahmen diskutieren“, so Heppe, der seinen Wunsch zur Fortführung der IKZ deutlich machte.

Das Ingenieurbüro Sönnichsen & Partner schlug in der nun anschließenden Umsetzungsphase einen Ausgleichspool für Retentionsraum, eine Koordinierungsstelle und eine Hochwasserpartnerschaft vor. Vom Land Hessen im Hochwasser Risiko-Managementplan gefordert, ist letzteres mit der IKZ erfüllt, diese habe eine Vorreiterrolle in Hessen eingenommen. Eine enge Abstimmung mit dem Katastrophenschutz des Kreises werde als sinnvoll erachtet. Dr. Rainer Wallmann, Umweltdezernent des Kreises, lobte die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Hochwasserschutz und empfahl, auch die Umsetzungsphase innerhalb der IKZ zu bearbeiten. Zudem sollen beim Straßen- und Brückenbau die Zahlen aus der Studie nun berücksichtigt und mit Hessen Mobil Baumaßnahmen darauf abgestimmt werden.

Die Kommunen könnten jetzt Linienschutz, Deicherhöhungen oder Flutmulden umsetzen, wenn die finanziellen Mittel ausreichen. Auch die Eigentümer von Häusern und Grundstücken in von Hochwasser bedrohten Bereichen könnten konkrete Schutzmaßnahmen vornehmen. Vom Ingenieurbüro würden in Objektschutzblättern Vorschläge für jedes Haus erarbeitet. Dieser Dokumente könnten innerhalb der IKZ beauftragt werden, die Kosten dafür sind förderfähig.

Über die gemeinsame Fortführung der IKZ wurde kontrovers diskutiert, so stehe ein endgültiger Beschluss in Bad Sooden-Allendorf noch aus, berichtete Helmut Franke. Für Witzenhausen erklärte Bernd Westermann, dass Gelder für den Hochwasserschutz in den Haushaltsplan eingestellt worden seien und sich die Stadt für die Weiterführung der IKZ ausgesprochen habe. In Wanfried müssen die Gremien der Stadt erst noch darüber entscheiden, ob die Linienschutzmaßnahmen umgesetzt werden könnten oder lediglich Objektschutz möglich sei. Eine weitere finanzielle Beteiligung an der IKZ sei im Haushaltsplan 2017 aktuell nicht vorgesehen, sagte Bürgermeister Gebhard. Für Meinhard erklärte Bürgermeister Gerhold Brill, dass keine Mittel für die IKZ eingestellt worden seien, weil sich die Hochwassergefährdung laut Studie ausschließlich auf Einzelobjekte beziehe. Über die Aufrüstung der Feuerwehren mit mobilen Schutzvorrichtungen wird beraten, eine Informationsveranstaltung wird es dazu im März geben.

„Wir müssen ganz massiv dafür kämpfen, die Maßnahmen abzustimmen und auch umsetzen zu können. Das können wir nur gemeinsam tun, weil die finanziellen Möglichkeiten innerhalb der Kommunen unterschiedlich sind“, so Projektleiter Kurz. Er sieht die Koordinationsstelle für die IKZ in Eschwege. Die Kreisstadt sei fachlich dafür ausgestattet und könne die Arbeit wie gewohnt fortführen. Zudem sollen die Bürger weiterhin durch die Presse und auf der Internetseite ikz-unterewerra.de über alle Maßnahmen informiert werden.

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