Bio Cannabi(er) als Werbemittel

Bio Cannabi(er) als Werbemittel

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6. September2017_Witzenhausen. „Sie sind jung, grün, lebensfroh, vielseitig, standorttreu und suchen solvente Kreative für zukunftsfähige Partnerschaften“, mit diesem Text werben die zukünftigen Gründungsmitglieder der WerraHanf Genossenschaft auf ihrem Plakat. Dass sie nicht nur vom Gründergeist sprechen, sondern diesen auch schon in die Tat umgesetzt haben, zeigten sie am vergangenen Mittwochabend, als in Schinkels Brauhaus das erste Produkt aus regionalem Bio-Hanfanbau präsentiert wurde.

37 Gäste probierten das Bio Cannabi(er), eine neue Bier-Sorte von Braumeister Rainer Schinkel. Er hatte das Experiment gewagt und mit Wasser, Bio-Gerstenmalz, Bio-Hopfen und den frischen Blüten und Blättern aus Bio-Nutzhanf erst einmal 1.000 Liter gebraut. Biersommiliere Sarah Schinkel ist zufrieden mit der Qualität, die sich auch durch „die feinperlende, cremeweiße Schaumdecke, den elegant fruchtigen Duft oder das vollmundig malzig, mit angenehmer Frische ausgestattete Ale“ zeige. „Erst anschauen, dann riechen und dann trinken“, forderte sie die Probanden auf, die den angenehmen Geschmack von WerraHanf herausschmeckten.

„Die neue Hanf-Initiative ist deshalb sehr erfreulich, weil sie einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Region leisten kann“, sagte Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann, der bei dieser Veranstaltung nicht nur Landwirte, Gastronomen, Handwerker, Gärtner und Mitarbeiter der Universität Kassel antraf, sondern auch die Personen kennenlernte, die das Projekt WerraHanf vorantreiben.

Es handelt sich dabei um die Wanfrieder Journalistin Diana Wetzestein, Birgit und Rainer Pagel aus Wiesbaden sowie Erich Böck, Inhaber des Hanfvertriebes Werratal aus Wanfried. Walter Strasheim-Weitz aus Butzbach, in weiteren Genossenschaften als Vorstand oder Aufsichtsrat tätig sowie Tim-Moritz Koch von der Dorf- und Regionalentwicklung im Werra-Meißner-Kreis, der im Juni die Veranstaltung „Entdecke den Gründergeist in dir“ organisierte. Er sehe in der WerraHanf Genossenschaft „als Start-up-Unternehmung im Werra-Meißner-Kreis die Chance, hier praktische Regionalentwicklung zu betreiben“, darum wolle sich privat dieser Genossenschaft anschließen, so Koch.

Seit diesem Jahr hat Tom Raasch, Agraringenieur und Berater landwirtschaftlicher Betriebe, den Hanfanbau im Blick. „Der Ölhanf der Sorte Finola ist auf dem Bioland in Niederdünzebach gut gewachsen, die Erntemenge der Hanfnüsse fiel doppelt so hoch aus als erwartet“, so Raasch. Mit Beatrix und Klaus Amon aus Schwebda hat die Gründergruppe zwei Mediziner, die im zweiten Studium Ökologischen Landbau und Umwelttechnologie studiert haben, selbst biozertifizierten Honig produzieren und schon bald auch für ein biozertifiziertes WerraHanf-Öl sorgen werden. „Wir sind bislang 20 Hanfpioniere, die ein Vertriebsnetz aufbauen und Menschen bei dem Vorhaben unterstützen wollen, Hanf in dieser Region anzubauen, zu verarbeiten und zu vermarkten“, sagte Diana Wetzestein, die an diesem Abend für die neue Genossenschaft warb. „Diese Pflanze hat einen prominenten Platz in der Werra-Region verdient, wir können alle dafür sorgen, dass jeder, der an Hanf denke, auch an die Werra-Region denken muss“, sagte sie. Dem Projekt wünsche sie viele solvente Kreative und neue WerraHanf-Produkte, wie das Bio Cannabi(er), das es ab sofort in Schinkels Brauhaus gibt. Weitere Informationen unter: werrahanf.de

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